„Motorradfahren mit Armprothese“ – Kradblatt

Kradblatt · Ausgabe 11/2021

Motorradfahren ist ein „Virus“, das man so schnell nicht los wird. Außerdem ist es ein Stück Lebensqualität, auf das man nur ungern verzichten will – so wie Heiko.

Seit 2002 fahre ich Motorrad, hatte aber 2004 einen schweren Arbeitsunfall. Ich bin bei der DB Cargo als Rangier und Rangierbegleiter eingesetzt und verlor beim Rangieren meinen linken Arm. Es war ein tiefer Einschnitt in meinem Leben, aber ich hatte damals ein Ziel: wieder Motorrad zu fahren.

Dabei hatte ich die Unterstützung meiner Frau und meines Orthopädiemechanikers und bin mit viel Kraft ans Werk gegangen. Aber so einfach war es nicht, der Weg war sehr schwierig und steinig. Ich musste ein Motorrad besorgen und in der Werkstatt war nur ein Meister, der für die Umbauten für die Kunden mit Handicaps zuständig ist. Es dauerte also alles etwas. Die Firma Bergmann & Söhne in Bremervörde baute aber alles passend für mich um und dann kam noch der Gang durch die Behörden und zum TÜV. Auch eine Fahrschule musste ich mir suchen…

Bericht/Foto: Heiko Lücke

Kradblatt 11/2021: Motorradfahren mit Armprothese

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